Für das gemeinsame Abschlussprojekt der Filmstudierenden Jana, Romina und Johann reiste Jana gemeinsam mit einem Kameramann für fünf Wochen nach Lesbos mit dem Ziel, dort einen Dokumentarfilm über die Insel und ihre Bewohner zu drehen. 

Über Europas größtes Flüchtlingslager wird in den Medien, zum Glück, häufig berichtet. Allerdings haben diese Berichte besonders in der Zeit der Corona-Pandemie nachgelassen und was man aus dem Camp zu sehen bekommt, sind oft Bilder des Elends. Das ist allerdings nur ein Teil der Realität, weshalb wir versuchen, den Facettenreichtum der Insel einzufangen.

Lesbos ist viel mehr als nur das Leid und die Not der Geflüchteten.

Hier prallen seit 2015 verschieden Lebensweisen erbarmungslos aufeinander, von denen wir drei näher betrachten. Auch wenn es zwischen diesen Gruppen oft Auseinandersetzungen gibt, stellt sich heraus: alle haben ähnliche Bedürfnisse, nur die Möglichkeiten und Umstände unterscheiden sich.

Durch die Nutzung einer Cinema-Kamera, die untypisch für den Dokumentarfilmbereich ist und das Drehen ausschließlich vom Stativ, versuchen wir bereits bildlich einen einzigartigen Ansatz zu finden, um über die Situation auf der Insel zu berichten. 

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